: .

In der okkupierten Stadt

"": [] [] [] [] [] [] [|]
:
Author.Today
: VK, Telegram
  • © Copyright (mariner32@ya.ru)
  • : 05/01/2018, : 23/02/2020. 18k. .
  • :
  • FB2
  :


   , , .
  
  
   In der okkupierten Stadt
   Erinnerungen an die Blockade Leningrads
  
   1.Unser Kampf mit den Panzern
  
   Nach dem Angriff auf die UdSSR im Juni 1941 hatten Hitlers Angriffstruppen ber tausend Kilometer zurckgelegt und standen drei Monate spter im September vor Leningrad und Moskau.
   Ihre Hauptkraft zu Lande waren ihre Panzerdivisionen, die fast ohne Hindernisse wie eine Stahl-Lawine mit Klirren und Drhnen auf unserem Boden vorstießen. Man musste sie mit Handgranaten und Flaschen mit entflammbarem Inhalt bekmpfen.
   Es gab aber auch eine andere Methode der Panzerabwehr: Panzersperren-Grben. Dort begann meine Teilnahme an der Verteidigung der Stadt Leningrad.
   Gegen Ende August 1941 nherten sich die deutschen Truppen der Stadt von Norden und Sden her. Es blieben lediglich Tage bis zur vollen Einschließung und Blockade. Am Nordufer des Finnischen Meerbusens kamen die Faschisten nach Sestrorezk. Hier wurden auch die ersten Panzerabwehr-Grben gebaut.
   Aus der Zivilbevlkerung, einschließlich Schler und Alte, wurden Selbstschutztruppen aufgebaut. Die einen mussten Grben ausheben, die anderen hielten bei Nacht Wache und sollten rechtzeitig vor der Gefahr von Sabotagegruppen und einzelnen Saboteuren warnen. Noch andere -- meistens Schler -- bereiteten sich auf die Panzerabwehr vor.
  
   2. Die Blockade
  
   Anfang September 1941 war der Ring der feindlichen Truppen um Leningrad geschlossen. Die Deutschen drangen zum Nord- und Sdufer des Ladogasees vor und schnitten dis; Eisenbahnverbindungen und die Zufahrtsstraßen ab.
   Unsere Truppen verfgten nur noch ber jeweils einen kleinen Brckenkopf am West- und am Ostufer des Sees, so konnte die Verbindung zum Hinterland nur ber den Wasserweg gehalten werden. Doch die deutsche Luftwaffe, die die Lufthoheit vollstndig innehatte, versenkte den grßten Teil der vorhandenen Schiffsflotte, die sich bemhte, militrische Ausrstung und Lebensmittel nach Leningrad reinzubringen und die Zivilbevlkerung, vor allem Familien mit Kindern, und Verwundete rauszubringen.
   Der Hunger begann fast sofort, nachdem die Lebensmittellager verbrannt waren. Die Tagesration fr Brot auf den Lebensmittelmarken wurde auf 150 g und bald auf 125 g herabgesetzt. Menschen fielen auf den Straßen tot um. Die Zahl derer, die vor Hunger starben, war grßer als die Zahl derer, die bei Bombenangriffen oder Artilleriebeschuss ums Leben kamen.
   Es wurde immer schwieriger fr die Luftschutz-Nachtwache, auf die Dachbden zu klettern, denn die Aufzge funktionierten nicht mehr. Sie hatten keine Kraft mehr, um den Znder mit einer speziellen eisernen Zange zu ergreifen und durch das Dachfenster oder in den "Sandkasten" zu werfen. Oft kamen sie von den Dachbden nicht mehr zurck.
   Die Leningrader litten sehr unter dem Beschuss durch die deutsche schwere Artillerie. Es war viel leichter, die zwar sehr bedrohlichen und zerstrerischen, aber dennoch kurzen Luftangriffe zu ertragen als den schweren Artilleriebeschuss.
   Nach der Entwarnung konnte sich die Bevlkerung etwas entspannen. Die Erwartung des Untergangs wurde bis zum nchsten Feindangriff "vertagt". Artilleriebeschuss dauerte jedoch tagelang. Dies fhrte zu weniger Zerstrungen, doch jede Sekunde, knnte tdlich sein. Das hat die Leute psychologisch fertiggemacht.
   Die unmittelbare Gefahr der Erstrmung von Leningrad wurde also abgewendet. Doch die Deutschen suchten immer noch nach Schwachstellen in der Verteidigung der Stadt, und hier und da bestand schon noch die Gefahr eines Durchbruchs.
   Der Schulunterricht wurde fast komplett eingestellt. Kleinere Schlergruppen verschiedenen Alters sammelten sich in einem Klassenraum, wo es die wenigsten zerbrochenen Fensterscheiben gab, und hrten einem oder zwei Lehrern zu, die im Sitzen mit gedmpfter Stimme etwas zu ihren Fchern erklrten, wobei sie den Raum mit ihrem Atem "erwrmten".
   Eines Tages kam whrend des Unterrichts ein erschpfter Mann in den Klassenraum. Er bat die Lehrerin um Erlaubnis und fragte uns dann: "Wer von euch kann etwa 7 km laufen?" Einige Schler erhoben sich. Die Mdchen sollten sich gleich wieder setzen.
   Es gab zu jener Zeit mehr Mdchen als Jungen in der Schule. Der Hunger hat die Jungen weit mehr dezimiert. Bekanntlich funktioniert der weibliche Organismus weniger kraftvoll, doch konomischer.
   Das Gesprch wurde also nur mit den Jungen fortgesetzt. Es stand fest, dass die Feinde einen Ort in der Verteidigung ausfindig gemacht hatten, wo es fast keine regulren Truppen gab. Und nach den Angaben der Aufklrung wurde dort eine Panzer-Kolonne hingeschickt.
   Die Seele sang vor Glck! Endlich konnten wir kmpfen in den Reihen der ruhmreichen Roten Armee! Wie groß war jedoch unsere Enttuschung, als wir am besagten Ort in der Nhe der Kirov-Fabrik statt khner Kmpfer in Schutzhelmen und Soldatenmnteln ltere abgemagerte Mnner in Pelzmtzen und Wattejacken sahen. Dies waren einfache Arbeiter, die sich mit Panzerabwehrwaffen in die Ruinen gelegt hatten. Etwa zehn-fnfzehn Meter von jedem von ihnen entfernt befanden sich Kisten mit Munition. Genau diese Munition sollten wir - jeweils 2-3 Stck - im Kriechen zur Position des Kmpfers bringen.
   Unsere Hilfe kam rechtzeitig. Etwa nach einer halben Stunde begann der Angriff. Die Panzer nahten sich nicht in einer Kolonne und nicht in einer Frontlinie, sondern in Keilformation.
   Erde und Luft bebten vom Lrm der Motoren. Aber am schrecklichsten war nicht dieser Lrm und nicht das Feuer, das sie aufs Geratewohl gegen die Ruinen schossen, sondern das Klirren der Kettenrder.
   Dieses Gerusch hatte einen lhmenden Effekt. Allerdings wurde diesmal der Abwehrkampf von einem Mann geleitet, der schon einige Kampferfahrung hatte. Ich beobachtete mit Schrecken, wie die Panzer nicht nur voll auf unsere Position zukamen, sondern sogar einige durchbrachen. Und das Abwehrfeuer kam und kam nicht. Pltzlich kam aus den Ruinen ein leiser Knall, und der Turm des Haupt-Panzers sprang in die Luft. Das war ein Meisterschuss! Der Schuss danach durchbrach die Panzerung, und es gab eine komplette Detonation!
   Nach ein, zwei Sekunden hielten die folgenden zwei Panzer an. Und -- oh Wunder -- die restlichen Panzer krochen erst hin und her und begannen dann, sich zu entfernen. Da ich die Panzer beobachtete, merkte ich nicht sofort, dass mein Arbeiter die Hand hochhielt, was bedeutete, "Bitte mehr Geschosse!". Ich steckte drei Geschosse in die Einkaufstasche und brachte sie kriechend zur Position. Pltzlich explodierte in der Nhe ein deutsches Geschoss. Ich vergrub mich in den Boden. Ich wurde nicht verletzt und nicht von Erde berschttet.
   Ich kam zu mir und kroch weiter. Der Schießstand, dem ich mich nherte, war ein Haufen kaputter Ziegel. Nicht weit davon lag ein blutiger Filzstiefel, aus dem der Rest eines Beines zu sehen war. Ich sah mich um und stellte fest, dass ich nicht an der richtigen Stelle angekommen war. Mein Arbeiter befand sich etwa 30 m links davon entfernt. Meine Krfte ließen nach, und ich kam nur sehr langsam voran. Da war endlich der Schießstand! Doch auf meinen Ruf gab der Arbeiter keine Antwort. Sein Kopf lag seitlich auf dem Gewehr. Seine rechte Hand befand sich am Abzug. Er war tot. Er hatte keine Verletzungen. Dieser Krieger in Zivil starb einfach an Auszehrung.
   Seltsamerweise versuchten die Deutschen nicht mehr, diesen Verteidigungsabschnitt anzugreifen, und wir konnten nach Hause.
   Ende August kam die deutsche Vorhut bis Sestrorezk, nrdlich von Leningrad an der Ostsee, und die Bevlkerung musste schnell nach Leningrad evakuiert werden. Doch wo sollten sie leben? Die Evakuierungspunkte in den Schulen waren berfllt von Flchtlingen aus den von den Deutschen besetzten Gebieten. Unsere Wohnung bergab man nach den "Suberungen" von 1937 einem hiesigen proletarischen Fhrer.
   In Leningrad lebten der ltere Bruder von Vater, Onkel Andrej, und seine jngere Schwester, Tante Grunja. Sie und ihre drei Kinder hatten zwei Zimmer in einer WG-Gemeinschaftswohnung. Ihr Ehemann war an der Front, und sie trat ein Zimmer unserer Familie ab: meine Mutter, meine Großmutter und ich. Mein Vater und mein lterer Bruder waren ebenfalls in der Armee.
   Doch sehr bald traf eine Bombe eine Ecke unseres Hauses. Diese Ecke wurde ganz abgerissen, doch das Haus selbst blieb stehen. Doch wegen gefhrlicher Risse in den Wnden mussten wir zu Onkel Andrej umziehen. Er arbeitete als leitender Fachmann bei irgendeinem Verteidigungs-Betrieb und war vom Fronteinsatz befreit.
   Onkel Andrej hatte eine abgeschlossene große Wohnung, aber auch eine große Familie von acht Personen. Jetzt wohnten hier bereits vierzehn Personen, allerdings nicht sehr lange. Hunger, vereiste Fenster und Wnde und das Fehlen von Wasser taten das Ihre. Wasser bekamen wir von dem Schnee, den wir innen von den Fenstern abkratzten, der in dicken Schichten innen an den Fensterscheiben hing. Die Kleinen starben als erste. Alle Bewohner versammelten sich in einem, dem grßten Zimmer, in dem ein kleiner Kanonenofen war. Die Mbel aus den verlassenen Zimmern und aus der Kche und die Tren dienten als Brennholz.
   Onkel Andrej war genauso wie wir ein Bcherliebhaber. Dieser Umstand war unsere Rettung. Die vereisten Mbel ließen sich schwer mit den Streichhlzern anznden, nicht einmal wenn sie zu Kleinholz-Spnen zerkleinert worden waren. Wir mussten sie mit Hilfe von Papierdochten anznden, die wir aus Bcherblttem gerollt hatten. Jedes Mal, wenn wir zu den Regalen mit den Bchern kamen, schoben wir Puschkin und Lermontov immer weiter zur Seite... Puschkin und Lermontov sollten berleben!
   Sehr geqult wurden wir von Hunger-Halluzinationen. Vor meinen Augen erschienen stndig sieben Teller mit Brei: Grießbrei, Buchweizenbrei, Reisbrei, Haferbrei, Perlgraupenbrei und Linsenbrei. Ich konnte mich nie entscheiden, mit welchem ich anfangen sollte, und das war schwer zu ertragen!
  
   3. Der Weg des Lebens
  
   Im Februar 1942 waren im Zimmer vier Personen briggeblieben: unsere Familie und Onkel Andrej, der sich nicht mehr vom Bett erhob und hustete. Es ist nicht zu begreifen, woher meine Mutter die Kraft nahm, um tglich zum Brotladen zu gehen und Brot gegen Brotkarten zu bekommen. Unsere Tage waren gezhlt.
   So Anfang Februar gegen Morgen hrten wir Gerusche von einem Auto, das anscheinend im Schnee herumfuhr. ffentliche Verkehrsmittel verkehrten in Leningrad lngst nicht mehr. Der erste Gedanke war: " Knnten die Deutschen doch die Stadt erobert haben?" Doch kurze Zeit spter hrte man Stimmen im Treppenhaus. Wiederholt hrten wir rufen: "ist hier jemand am Leben?" Mama kroch zur Tr und antwortete. Einige Leute in Uniform nahmen uns unter die Arme, fhrten uns in den Hof und setzten uns in den Schnee; danach brachten sie Matratzen, Decken und Teppiche aus der Wohnung, wickelten uns in das alles ein und fuhren uns zum Finnlndischen Bahnhof, wo sie uns in den Zug setzten. Wir verstanden, dass wir evakuiert waren. Unter Freudentrnen fragten wir: "Liebe Leute, kann es denn wahr sein, dass die Blockade zu Ende ist?" - "Nein," war die Antwort, - "Noch nicht, aber es gibt eine Lcke." Diese Lcke war die "Straße des Lebens" ber das Eis des Ladoga-Sees.
   Gegen Abend kamen wir am Ufer an. Es schneite. Wir wurden aus den Eisenbahnwagen in LKWs umgelagert. Bis zum Hals wurden wir mit Stroh zugeschttet und mit einer Zeltplane zugedeckt, dann fuhren wir los. Wir hatten Glck. Bei klarem Wetter wurde die Straße heftig von den Deutschen bombardiert. Die Flugabwehr-Stellungen entlang der Straße konnten dann nicht viel ausrichten. Tief hngende Bewlkung und Schnee gaben uns aber Deckung. Bei diesem Wetter flog die deutsche Luftwaffe nicht. Die Gefahr steckte woanders. Der Schneesturm bedeckte den Weg und auch die Eislcher, die von den deutschen Bomben im Eis entstanden waren.
   Unser Wagen war der zweite in der Kolonne. Bis zum Ufer blieb weniger als ein Kilometer, als der erste Wagen in einem Augenblick unter Wasser verschwand. Unser Fahrer trat auf die Bremse, aber der LKW rutschte weiter ber das Eis. Als er an den Rand des Eislochs kam, war die Geschwindigkeit schon viel kleiner. Die vorderen Reifen rutschten trotzdem vom Eis und blieben ber dem Wasser hngen; der LKW setzte auf der Karosserie auf, und wir hielten endgltig an. Die Flak-Helfer eilten uns zu Hilfe, trugen uns auf die anderen LKWs,S markierten mit Fhnchen die gefhrliche Stelle, und dann konnten wir ohne weitere Zwischenflle zum Festland weiterfahren.
   Gleich am Ufer befand sich ein Klubhaus fr Kolchos-Bauern, das in einen Evakuierungspunkt umfunktioniert worden war. Dort war gut geheizt. Die Leute wurden aus den Teppichen und Decken ausgepackt. Man gab uns leicht gesßtes heißes Wasser. Wir fhlten uns wie im Paradies.
   Die ausgezehrten, erfrorenen und von dem andauernden Stress ermatteten Blockade-berlebenden wrmten sich auf, tranken sich satt und fhlten sich schließlich in Sicherheit, dann fielen sie in einen tiefen Schlaf.
   Man hatte das Personal offensichtlich gewarnt, dass wir nicht gleich normales Essen bekommen drften, aber sie hatten keine konkreten zeitlichen Anweisungen. Deshalb gab man uns am nchsten Morgen, als wir die Fahrt in Gterwagen antreten sollten, heißes Wasser, 200 g richtiges Weizenbrot, zwei Stckchen Zucker und ein Stck fette gerucherte Wurst.
   Mama gab meiner Oma und mir jeweils 100 Gramm Brot, ein Stck Zucker und eine ganz dnne, fast durchsichtige Scheibe Wurst. Den Rest versteckte sie. Ich weinte, die Großmutter fing an zu lamentieren: ?Annalein, was machst du mit uns?! Willst du etwa die Blockade fortsetzen?!" Aber Mama blieb standhaft.
   Bald nachdem der Zug abgefahren war, hatten die Menschen starke Bauchschmerzen. Durchfall und Krmpfe. Viele starben unter Qualen. Zu unserem großen Bedauern hatte die Oma ihre von Mama versteckte Portion doch gefunden und gegessen. Sie ereilte das gleiche Schicksal wie die anderen.
   Nach einigen Tagen hielt der Zug an. Es waren Sanittsmaßnahmen geplant. Der Gestank aus unseren Waggons war unbeschreiblich.
   Unter freiem Himmel, im Schnee, standen große Kessel zum Wassererhitzen. Daneben -- einige Kabinen aus Zeltplanen. Darin befanden sich Duschkpfe, zu denen durch Schluche das heiße Wasser aus den Wasserkesseln geleitet wurde. Wir wurden zu einer Kabine gefhrt, entkleidet und dann zu einer Dusche gefhrt.
   Nach dem Krieg sah ich fter Fotos von Hftlingen in Auschwitz. Das Aussehen derer, die die Blockade berlebt hatten, war kaum besser. Sie waren wie Skelette, die sich selber fortbewegten, bis zur Taille verschmutzt mit angetrockneten Fkalien. Beim ersten Anblick war es schwer, das Geschlecht eines Menschen zu erkennen. Bei den Frauen konnte man nichts an ihrem Brustkorb erkennen, und bei den Mnnern sah man nichts zwischen den Beinen.
   Die Leute wuschen sich kaum. Sie standen unter dem warmen Wasserstrahl, mit einem unbeschreiblichen Glcksausdruck auf dem Gesicht. Denen, die sich kaum bewegen konnten, halfen die Sanitterinnen in Gummischrzen, wuschen sie und brachten sie zur nchsten Kabine, wo man ihnen die heiße Kleidung aushndigte, die durch die Entlausung gegangen war. Ich habe spter nie glcklichere Gesichter gesehen.
   Wir wurden in den Bauemhtten bei den Dorfbewohnern einquartiert. Die Leute starben immer noch an Dysfunktion des Verdauungsapparates. Doch gab es keinen registrierten Todesfall aufgrund einer Erkltung, obwohl wir einige Zeit draußen nackt verbracht hatten. Zum Frhling hin hatten wir etwas zugenommen und hatten uns etwas erholt. Wer wollte, konnte weiter nach Sden evakuiert werden, nach Taschkent oder Alma Ata. Mama stimmte sofort zu, nach Alma Ata zu fahren.
   Die Verteidigung Leningrads ist ein einmaliges Phnomen in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt verteidigten nicht nur halb verhungerte, mangelhaft ausgerstete Truppen, sondern auch die vor Hunger sterbende Bevlkerung. einschließlich Kinder und Greise.
   Als Patriot von Leningrad und gebildeter Mensch wage ich zu behaupten: Wenn die Leningrader nicht standgehalten htten, wre das Schicksal Europas anders verlaufen. Denn wre die Stadt bergeben worden, dann wre eine große Anzahl der freigewordenen faschistischen Truppen von Nordwesten nach Moskau vorgedrungen, und die Lage der Hauptstadt wre katastrophal gewesen. Mit dem Fall Moskaus wre der Weg zum Ural und weiter hinter den Ural offen gewesen. Dann htte der Faschismus den Sieg ber ganz Europa gefeiert.
   Auf diese Weise retteten die Leningrader nicht nur eine wunderschne Stadt, eines der Zentren der europischen Kultur, sondern auch ganz Europa vor der faschistischen Pest.
   Heute ist die europische Zivilisation wieder unter tdlicher Bedrohung, aber von einer anderen, unerwarteten Seite. Immer noch aktuell ist der Aufruf von Julius Fucik (1903-1943): "Menschen, ich hatte euch lieb, seid wachsam!"
  
  
  

  • © Copyright (mariner32@ya.ru)
  • : 05/01/2018, : 23/02/2020. 18k. .
  • :
  :

.

, :
" "" "" . , "

o
- "" .. || .. ' ""